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Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (BWL)
Vorlesung
Vorlesender

Prof. Dr. David Müller

Abschluß
Art k.A.



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Definitionen

Kapitel 1

Bedürfnis

Ein Bedürfnis ist ein Mangelempfinden, verbunden mit dem Wunsch nach Befriedigung.

Arten:

-> physiologische Bedürfnisse

-> soziale Bedürfnisse

-> Wertschätzungsbedürfnisse

-> Selbstverwirklichungsbedürfnisse

-> Sicherheitsbedürfnisse

Nachfrage

Güter

-> sind Gegenstände, Tätigkeiten oder Rechte

-> wenn Güter unbegrenzt verfügbar sind, werden sie auch als freie Güter bezeichnet (z.B. Sonnenlicht) -> wenn Güter begrenzt sind, werden sie als knappe Güter bezeichnet, und können gegen Bezahlung erworben werden

Unterteilung:

-> materielle Güter (Sachgüter)

-> immaterielle Güter (Dienstleistungen)

Wirtschaftliches Handeln

planmäßiger Einsatz knapper Güter zur Bedürfnisbefriedigung

Es gibt 2 Prinzipien:

-> Minimalprinzip (geg. Ziel mit min. Mitteleinsatz erreichen)

-> Maximalprinzip (mit geg. Mitteln Zielgröße maximieren)

Betrieb

-> wirtschaftliche und rechtliche Einheit

-> stellt Sachgüter/Dienstleistungen zur Fremdbedarfsdeckung her

-> Leistungserstellung erfolgt nach ökonomischen Prinzip

-> versucht finanzielle Gleichgewicht aufrecht zuerhalten

Unternehmen

Betriebsmittel

-> Anlagen/Einrichtungen, die zur Leistungserstellung dienen (Maschinen, Gebäude, Grundstücke, Transporteinrichtung)

Werkstoffe

-> Güter, aus denen nach einem Prozess andere Güter hergestellt werden

Rohstoffe (Hauptbestandteile des Produkts, z.B. Holz bei Möbelproduktion)

Hilfsstoffe (Nebenbestandteile des Produkts, z.B. Leim bei Möbelproduktion)

Betriebsstoffe (Werden während der Produktion verbraucht, z.B. Kohle)

Fragen aus dem Buch "Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure"

Kapitel 1

1. Ordnen Sie in der Antworttabelle die Einsatzgrößen den betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren zu!

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2. Beschreiben Sie in je einem Satz die zwei charakteristischen Ausprägungen des Wirtschaftlichkeitsprinzips!

• ein gegebenes Ziel mit minimalem Mitteleinsatz zu erreichen (Minimalprinzip)

• mit den gegebenen Mitteln die Zielgröße zu maximieren (Maximalprinzip).

3. Grenzen Sie die Begriffe ”Betrieb“ und ”Unternehmen“ voneinander ab!

• Grundsätzliches Merkmal des Betriebs ist die Zusammenführung von Personen in einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit, in der Sachgüter hergestellt bzw. Dienstleistungen erstellt werden.

• Unternehmen stellen eine spezifische Ausprägung von Betrieben in der Marktwirtschaft dar. Wesentliche Kennzeichen von Unternehmen sind das Privateigentum an Produktionsmitteln sowie die Autonomie bei der Erstellung der Wirtschaftspläne.

4. Nennen Sie fünf wesentliche Anspruchsgruppen von Unternehmen, deren Beitrag zum Unternehmen sowie deren Machtbasis!

Eigenkapitalgeber

• Anspruch: Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals, Verzinsung

• Machtbasis: Stimmrechtausübung, Entzug des Kapital

Fremdkapitalgeber

• Anspr.: vertragsmäße Rückzahlung des bereitgestellten Kapitals, Verzinsung

• Machtbasis: Herabstufung der Kreditwürdigkeit, Vorzeitige Fälligstellung von Krediten

Arbeitnehmer

• Anspr: leistungsgerechte Entlohnung, motivierende Arbeitsbedingungen

• Machtbasis: gesetzliche/tarifliche Mitbestimmung im Unt., Streik

Lieferanten

• Anspr.: zuverlässige Bezahlung, langfristige Verträge

• Machtbasis: Lieferung an Wettbewerber, Verweigerung von Lieferungen

Kunden

• Anspr.: gutes P/L-Verhältnis der Produkte, guter Service nach Kauf

• Machtbasis: Wechsel zum Wettbewerber, Diktat von Abnehmerkond. im Fall von Großabnehmern

Öffentlichkeit

• Anspr.: Info´s über alle Ereig., die relevant für die Gesundheit, Wohlbefinden, ökologische Umwelt sind

• gezielte Verbreitung von ausgewählten Info´s

5. Nennen Sie mindestens 6 Faktoren, welche die Wahl der Unternehmensrechtsform wesentlich beeinflussen!

• Haftung

• Leitungsbefugnis

• Gewinn- und Verlustbeteiligung sowie Entnahmerecht

• Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten (Eigen-, Fremdkap.)

• steuerliche Belastung

• Flexibilität in der gesell.-rechtlichen Vertragsgestaltung

• Gründungs- & Kapitalerhöhungskosten

• Publizitätspflichten

6. Seit einiger Zeit besteht für Unternehmen in Deutschland die Möglichkeit, eine Privat Limited Company nach englischem Recht zu gründen.

a) Erläutern Sie die Merkmale dieser Rechtsform!

• Gründung erfolgt in England durch die Eintragung ins Handelsregister

• notarielle Beurkundung des Gesellschaftervertrages nicht notwendig

• muss keine Geschäftstätigkeit in England haben, aber ein "registered office"

b) Welche Vor- und Nachteile bietet diese Rechtsform im Vergleich mit der GmbH nach deutschem Recht?

Vorteile:

• Mindeskapital zur Gründung nur 1 Pfund

• kurzfristige Gründung (wenige Tage)

• Gründungskosten ca. 500 €

• unterliegt dem eng., firmenfreundlichen Gesellschaftsrecht

Nachteile:

• Unwissenheit in Bezug auf das eng. Recht kann zu Fehlverhalten führen

• Pot. Geschäftspartner & Financiers begegnen der "neuen" (2003/04) Rechtsform eher mit Misstrauen, wegen der geringen Bekanntheit und Unklarheiten bzgl. Rechten

• Gründer bewegt sich zw. zwei Rechtssystemen

7. Ordnen Sie in der Antworttabelle die Merkmale den jeweiligen Gesellschaftern zu!

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8. Was sind Standortfaktoren und nach welchen Kriterien lassen sich diese in drei Gruppen unterteilen?

9. Ein Unternehmen mit drei Standorten möchte ein Zentrallager errichten. Die Koordinaten und jährlichen Transportmengen der einzelnen Standorte sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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Das Unternehmen möchte die Entscheidung auf der Basis der Minimierung der Transportkosten fällen.

a) Treffen Sie die erforderlichen Annahmen, um dieses Problem mit dem Ansatz von Steiner/Weber lösen zu können!

b) Lösen Sie das Problem mit dem Ansatz von Steiner/Weber und ermitteln Sie die Ergebnisse der 2. Iteration!

Quellen

Vorlesungsmitschriften

Prof. Dr. David Müller: "Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure"